SCHIRGISWALDE

SCHIRGISWALDE – Kr. Bautzen – Inv. Bautzen
Im frühen 13. Jh. als Waldhufendorf entstanden. Ab dem 16. Jh. Leinenweberei nachweisbar. Seit 1628 der Oberhof im Besitz des Bautzener Domkapitels. Als 1635 die Oberlausitz an den Kurfürsten von Sachsen überging, blieb der Ort unter böhmischer Herrschaft. 1665 Stadtrecht. 1702 erwarb das Bautzener Domkapitel den Niederhof und erhielt so die alleinige Grundherrschaft der Stadt. Durch die wechselvollen Ereignisse nach dem Wiener Frieden von 1809 wurde die Stadt eine steuerfreie Republik, rechtlich orientiert an Österreich, wirtschaftlich an Sachsen und seit 1834 an den Zollverein gebunden. 1835 Einfügung in den sächsischen Staatsverband. Im 19. Jh. entwickelte sich vor allem die Textilindustrie; 1877 Eisenbahnanschluß.

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